Waldorfpädagogik ist Klassenlehrerzeit

Die Klassenlehrerzeit ist eine Besonderheit an Waldorfschulen, denn der Klassenlehrer  begleitet seine Klasse in der Regel vom ersten Schultag bis zum Ende der  8. Klasse und ist in diesen wichtigen Jahren der kindlichen Entwicklung eine wichtige Bezugsperson für die  Kinder.

 

Es gibt viele wichtige Tage eines Menschen, der erste Schultag zählt mit zu den wichtigsten in seinem Leben.

 

Um dem Kind einen festen Bezugspunkt zu geben, wird es in den ersten acht Jahren im Epochenunterricht (8.10 – 9.55 Uhr) von seinem Klassenlehrer in den Epochenfächern unterrichtet. So kann sich zu einem Menschen in der Schule ein enger, vertrauensvoller Kontakt entwickeln, der dem Kind äußeren wie inneren Halt gibt. Der gegenseitige Respekt vor der Individualität des anderen zeichnet diese Begegnung aus. Auf dieser Basis fällt es leichter, dem Kind all das zu vermitteln, was Lernstoff, sozialer Umgang, Verantwortung, Freude und Pflichterfüllung umfasst.

Es zählt zu unseren wichtigsten Anliegen, dass die Kinder in allen Unterrichten zur Eigentätigkeit angeregt werden. Dieser Anspruch findet seinen Ausdruck in den eher praktisch- künstlerischen Fächern durch Werkstücke oder Bilder und in den eher kognitiv ausgerichteten Unterrichten durch eine sorgfältige Hefterstellung, sodass neben den Unterrichts- und Arbeitsmaterialien auch ein individuell angefertigtes Heft einen Schwerpunkt bildet. So wird deutlich, dass die Unterrichtsfächer immer einen Bezug zum ganzen Menschen haben: Das Kind soll in möglichst jeder Phase mit Kopf, Herz und Hand lernen.

“Jeder ist begabt!
Aber wenn Du einen Fisch danach beurteilst, 
ob er auf einen Baum klettern kann,
wird er sein ganzes Leben glauben, dass er dumm ist.”
A. Einstein

Schülerstimmen der Freien Waldorfschule Hamm